horizontal rule

 

Home ] Urmuster Spantengerüst ] Ausschnitt aus Heft 5 ] verkauf ] U-Boot abformen,Heft 2 ] U-Bootturm (1) ] U-Turm-4 ] U-Bootdeck (1) ] U-Bootrumpf (1) ] Gaestebuch ] Ruderanl. ] Seitenruder ] Hecksteuerung ] Hacke ] U-Bootflak (1) ] U-Boot -Fotos U995--II.Weltkrieg ] Favoriten ] Tipps und Tricks ] mein U-Boot ] U-Bootzeichnungen ] unsichtbare Helfer ] meine Fantasyromane/  Die Tore der Atlanter. ] expose-1-4 ] Formenbau komplett-Text ] formenbau_(text-).htm ] U-Boot Zubehör ] U-Bootbauanleitung, Modellbaubücher ] Main side translates ] U-Boot Panorama ] [ Präparation ] Privat ] Abformen mit Silikon ] Kirche und Reiki ] Reiki in der Pflege ] Reiki bei Tieren ] heilende Hände ] Kirchen-Brief ] Reiki-Erlebnisse ] modellbau werkzeuge ]

horizontal rule

 

                                                                                                  präparieren von Tieren

   Ein weiteres Hobby ist die Präparation von Tiere . Anfangs hatte ich schon ein paar präparierte Tiere käuflich erworben. Da diese nicht gerade billig sind, . kam ich auf die  Idee , die Tiere selber zu präparieren.  Ich traute mir das schon zu, wusste aber nicht wie ich anfangen sollte. Bis es dann endlich so weit war, verging ein ganzes Jahr. Dann lernte ich jemand kennen, der dieses Hobby schon ausführte. Ich erhielt die Gelegenheit bei der Präparation eines Fuchses dabei sein zu dürfen. Normal ist das nicht, da jeder Präparator darauf bedacht ist, möglichst wenig von seinem Wissen preiszugeben.  Wie gesagt durfte ich bei der Auferstehung eines Fuchses dabei sein. Als erstes wird eine grobe Zeichnung angefertigt, auf der alle wichtigen Körpermaße fest gehalten werden. Dann wird dem Fuchs im wahrsten Sinne des Wortes das Fell über die Ohren gezogen. Dazu schneidet man das Bauchfell ca. 30 cm weit auf, ohne dass die Bauchdecke des Körpers verletzt wird. In der Regel fließt beim Auslösen des Körpers kein Blut. Bei einem Felltier wäre das aber auch kein Problem, da das Fell anschließend sowieso gewaschen wird. Tiere die am Straßenrand gefunden werden, können äußerlich intakt aussehen. Beim Abziehen muss man dann feststellen dass Innen alles zerschlagen und matschig ist.

Bis auf die Lippen , die am Schädel verbleiben, wird das Fell vom Körper gelöst. Der Körper wird hinter dem Schädel abgetrennt und nochmals ausgemessen. Nach diesen Maßen wird ein künstlicher Körper  aus Holzwolle hergestellt. Ich könnte die Arbeitsvorgänge jetzt ausführlicher beschreiben, 

aber es ist sicherlich nicht jedermanns Sache ,wenn ich beschreibe ,wie das Gehirn aus dem Schädel entfernt wird. Das Fell wird gewaschen und mit dem  Schädel in eine Mischung aus Alaun und Salz gegerbt. Dieses ist eine Hartgerbung, das heißt, das Fell wird hart wie ein Brett ,wenn es ausgetrocknet ist. Das hat den Vorteil, dass nach der Formgebung der künstliche Körper zusätzlich vom Fell gestützt wird. Nach der Gerbung wird das Fell wieder gewaschen. Ich wasche die Felle immer mit Haarshampoo und Weichspüler ,damit sie danach schön weich und flauschig werden. Alle Fleischteile die am Schädel entfernt wurden , werden mit Ton wieder nachgebildet. Danach kann der künstliche Körper in die Fellöffnung geschoben werden. Kopf , Beine und Schwanz werden durch Drähte gestützt, die im künstlichen Körper verankert sind. Bei Tiere die größer sind als ein Fuchs, reicht ein Körper aus Holzwolle nicht aus. Hier werden die Drähte an einem Stützbrett verankert.

 Die Beine sind zunächst leere Hüllen, die um den Stützdraht  mit Watte ausgestopft  werden.  Durch Nachstopfen von Watte bildet man einzelne Muskelpartien  nach. Erst wenn der optische Eindruck zufrieden stellend ist, wird das Bauchfell zugenäht.

Ist der Fuchs aufgestellt, werden die Augenhöhlen mit Ton gefüllt und anschließend die Glasaugen eingedrückt. Die Ohren werden mit Kartonstreifen fixiert, damit sie beim Trocknungsprozess ihre Form nicht verlieren. Als Abschluss wird das Fell noch mal geföhnt und gebürstet.

Ganz so einfach wie ich es hier beschrieben habe ist es sicherlich nicht. Erst Übung macht den Meister.

Nachdem ich so die Grundbegriffe kennen gelernt hatte,  wollte ich es natürlich selber versuchen. Zunächst kaufte ich mir ein Buch über die Präparation und legte mir eine Grundausstattung von Werkzeugen zu.  Es gibt Firmen, die sämtliches Zubehör für die Präparation , wie Alaun, Augen, Werkzeug, usw. anbieten. Das ideale Werkzeug ist das, wie es der Zahnarzt benutzt. Pinzetten, Skalpelle, Schaber, Kratzer, Spritzen usw. Wenn ihr Zahnarzt sie in Zukunft nicht mehr alleine lässt, wissen sie warum, denn  dann hat er meinen Bericht gelesen. Als Augenersatz verwende ich hauptsächlich Glasaugen mit einer schwarzen Pupille. Die eigentliche Augenfarbe wird je nach Tiertyp von hinten auf das Glasauge gemalt. Natürlich gibt es für jedes Tier das passende Auge zu kaufen. Diese sind teuer, und man müsste zu viele Augen vorrätig haben. Alle Augen z.B. das Fuchsauge mit seinen Schattierungen,  bemale ich nicht selbst, da mir dazu  die Erfahrung fehlt. Nachdem ich mich mit allem nötigen Material versorgt hatte, fehlte mir nur noch das richtige Präparierobjekt. Von einem Jäger bekam ich ein Wiesel. Das Abbalgen und Ausstopfen bereitete keine Schwierigkeiten. Nur das fertige Präparat war wie zu erwarten , weniger zufrieden stellend. Der Form nach, hatte es  Ähnlichkeit mit einer Zigarre auf Beine. Solche Misserfolge gehören anfangs einfach dazu. Wie schon der Name „ ausstopfte Tiere „ sagt, wird eine leere Hülle einfach nur mit Watte oder Holzwolle ausgestopft .Man stelle sich eine Wurstpelle vor. Ich kann diese so mit Watte ausstopfen, dass die typische Wurstform erhalten bleibt. Ich könnte aber ebenso ein unförmiges Gebilde daraus machen, wenn ich versuchen würde, die Hülle mit zu viel Watte auszustopfen.  Ein Auge für die Proportionen bekommt man erst mit der Zeit. Deshalb sind Tierbücher, die Tiere in verschiedene Stellungen zeigen eine große Hilfe. Es folgten immer größere Tiere bis zur Größe eines Fuchses. Mit der Zeit haben sich einige Tiere bei mir angesammelt. Deshalb haben meine Söhne, als sie  noch zur Schule gingen, einige Tiere dort unentgeltlich abgegeben. Es gibt leider Schulen, die  den Präparaten nicht die nötige Sorgfalt zukommen lassen. Ein Präparat hat auf Dauer nichts auf einem Klassenzimmerschrank zu suchen, wo es nur unnötig verstaubt. Kürzlich las ich in der Zeitung, dass Schulen angewiesen wurden, Präparate hinter Glas zu stellen, da die Gefahr besteht sich mit Arsen zu vergiften. Es stimmt. Früher wurden Fleischteile mit Arsen vergiftet. Aber seit mindesten 20 Jahren gibt es Ersatzstoffe die völlig ungiftig  sind.

Das Ergebnis eines Präparates hängt in erster Linie von dem Zustand des angelieferten Tieres ab. Am Straßenrand gefundene Tiere sollten zunächst in Zeitungspapier eingepackt und eingefroren werden. Danach kann man sich immer noch überlegen, was man damit macht. Bei Federwild muss unnötiges Verschmutzen, sowie Ausreißen und Abknicken von Federn  unbedingt vermieden werden. Die Arbeit eines Präparators ist nicht damit getan, ein Tier zu präparieren. Jedes Tier braucht ein passendes Postament (Unterlage) auf dem es befestigt oder aufgestellt wird. Einmal im Jahr , wenn die Wälder ausgeforstet werden, suche ich nach passende Unterlagen oder Äste. Es kommt schon mal vor , dass ein Kunde eine schöne Baumwurzel mitbringt, auf der ich das Tier befestige.

.

Und nun etwas zur rechtlichen Sache. Natürlich darf nicht jedes Tier präpariert werden. Der Gesetzgeber greift hart durch, wer dem zuwider handelt. Grundsätzlich kann man sagen, dass fasst alles bejagbare Wild präpariert werden darf. Also Fuchs,  Marder Iltis, Fasan, Enten, Elster usw. Alle anderen Tiere, die unter einer ganzjährigen Schonzeit stehen, dürfen nur für Zwecke der Forschung und Lehre, Schulen und Naturschutzvereine präpariert werden. Zu diesen zählen  u.a. Greife, Falken und unsere einheimischen Singvögel. Aber natürlich gibt es auch hier wieder Ausnahmen. Auch die Wildarten, die nach dem Naturschutzrecht besonders geschützt sind, darf sich der Jagdausübungsberechtigte aneignen (verendetes Wild und Fallwild.). Die anschließende Verwertung ist jedoch eingeschränkt. Tiere der vom Aussterben bedrohten Arten sowie Tiere der im Anhang C Teil  der VO (EWG) Nr. 3626/82 genannten Arten dürfen grundsätzlich nur unentgeltlich abgegeben werden.

Die Vorschriften über die ganzjährige Schonzeit stehen der Aneignung von totem Wild und Fallwild nicht entgegen. Das heißt, wenn man am Straßenrand einen toten Bussard findet, darf er unter bestimmten Bedingungen präpariert werden.

Etwas anderes ist das Präparieren von Federwild. Genau wie bei einem Felltier muss die Haut vom Körper gelöst werden. Dieses muss mit noch mehr Sorgfalt geschehen, da die Haut hier extrem dünn ist. Es ist schon erstaunlich wie dehnbar diese ist. Nur der Kopf verbleibt im Federkleid. Die Fleischteile, an denen man schwer herankommt werden mit Hilfe einer Spritze vergiftet. Das Fleisch mumifiziert dann. Die Innenseite der Haut wird mit einem ungiftigen Gerbmittel bestrichen. Ein künstlicher Körper , nach den Maßen des Originalkörpers hergestellt, wird in die Hülle geschoben. Durch Beine ,Flügel und Kopf werden Drähte geschoben und im künstlichen Körper verankert. Mit Watte wird wieder die endgültige Form nachgebildet.  Es ist immer wieder lustig anzusehen, wenn ein Kunde vor seinem präparierten Vogel steht, und nicht begreifen kann, warum der Vogel nicht von seinem Ast kippt. Da wird der Vogel angestupst, ob er nicht vielleicht doch umkippt. Die Stützdrähte in den Beinen, werden durch ein vorgebohrtes Loch im Ast gesteckt und umgeknickt. Diese Stelle wird dann möglichst naturgetreu verdeckt. Jeder Vogel hat seine Typische Haltung. Deshalb wird er in die richtige Stellung gedrückt. Auch hier  sind wieder gute Vorlagen und Abbildungen wichtig. Man kann sich vorstellen, dass der Vogel nach der Präparation ziemlich zerzaust ist.  Keine Feder ist mehr an seinen Platz. Im Gegensatz zu einem Felltier muss fasst jede Feder wieder in die  richtige Lage gezupft  werden. Damit sich während des Trocknungsprozesses die Federn nicht aufrichten, werden diese mit Garn oder Pappstreifen am Körper fixiert. Die passenden Glasaugen sorgen dann für ein natürliches Aussehen. Natürlich darf es nicht passieren , dass ein Vogel die falsche Augenfarbe erhält. Ich habe schon ein Bussardpräparat mit gelben Augen gesehen. Hier wurde der Bussard mit einem Habicht verwechselt, der gelbe Augen hat.

Nach 5-6 Wochen sind die Tierkörper ausgetrocknet. Die Tiere sind pflegeleicht. Es reicht, wenn man diese 1-2 mal im Jahr mir einem weichen Tuch abwischt.

 

Die Zeichnungen habe ich dem Buch Biologische Präparation  von Echsel/Racek  Verlagsanstalt Gutenberg
Arbeitsbuch für Interessierte an Instituten und Schulen entnommen.

 

 

   
 

Weitere Tiere und  Augen siehe unter modellbau-werkzeuge

25 Kg  Alaun zu verkaufen
     

horizontal rule

   Mail:     info@hermann-buesken.de   Tel.02861-61703
bullet Homepage: www.hermann-buesken.de                    lesen             schreiben  z.Z. nur über e.mail  
bullet                                   weil zuviel      Werbeintragungen in mein  Gästebuch. .  Schreiben sie mir, ich füge, wenn sie wollen, eine Nachricht  gerne manuell  ins Gästebuch nach.